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Große Freundschaft


Können Dichter, zumal wenn sie Genies der Sturm- und Drang-Zeit sind, wirklich befreundet sein?

Schiller kommt  1787 nach Weimar und will Goethes Freundschaft erringen. Goethe ist noch in Italien. Die künftigen Begegnungen fallen dann von Goethes Seite kühl, spröde, abweisend aus. Er ist besorgt, dass Schiller ihn an Beliebtheit übertreffen könnte. 

Goethe: „Alle möglichen Leute haben versucht, uns persönlich einander näher zu bringen, ich habe immer abgelehnt.“

Schiller fassungslos: „Er ist ein Egoist in ungewöhnlichem Grade. Ein solches Wesen sollten die Menschen nicht um sich herum aufkommen lassen. Ich betrachte ihn wie eine stolze Prüde, der man ein Kind machen muß, um sie vor der Welt zu demütigen.“


Am 20. Juli 1794 folgt Goethe einer Einladung der Naturforschenden Gesellschaft nach Jena und trifft Schiller. Beide diskutieren über Goethes Idee der Metamorphose der Pflanzen. Schiller ist ein geduldiger Zuhörer. Das gefällt.  „Glückliches Ereignis“ notiert Goethe.

Seit diesem Tag schreiben sie sich regelmäßig bis zu Schillers frühem Tod 1805 über 1.000 Briefe und tauschen sich auch persönlich intensiv aus. Gegenseitig begleiten sie das Entstehen ihrer Werke mit Rat und Tat. 

Goethe: „Wenn sich die Gleichgesinnten nicht anfassen, was soll aus der Gesellschaft und der Geselligkeit werden?“

Der Rezitator liest aus Goethes und Schillers Briefen, berichtet aus dem Leben der beiden Dichter-Freunde und rezitiert Balladen und Gedichte der Weimarer Klassik.